Politische Bildung zwischen Ohnmacht und Selbstwirksamkeit: Jugendliche in multiplen Krisen

Laureen Hannig

Junge Menschen wachsen heute in einer Welt auf, die von globalen Krisen, bewaffneten Konflikten und massiven gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt ist. In diesem Kontext stellen sie sich zentrale Fragen: Welchen Einfluss habe ich als Einzelne*r, wenn große Politiker, Konzerne und Institutionen die Entscheidungen treffen? Wie kann ich den Klimawandel beeinflussen, wenn die Probleme auf globaler Ebene entstehen? Diese Fragen sind nicht nur theoretischer Natur – sie berühren die Wahrnehmung von politischer Partizipation und die eigene Selbstwirksamkeit. Politische Bildung steht hier vor einer doppelten Herausforderung: Sie soll informieren und Mut machen, gleichzeitig aber auch ernst nehmen, dass Jugendliche sich oft machtlos fühlen.

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Wenn Politik zum Spiel wird – und Lernen zum Erlebnis: Planspiele in der politischen Bildung

Laureen Hannig

Lange Inputs, öde Erklärvideos, eintönige Präsentationen – so lassen sich politische Prozesse heutzutage kaum noch erfolgreich vermitteln. Der Lernerfolg bleibt oft begrenzt, weil Inhalte abstrakt bleiben und nur schwer nachvollziehbar sind. Planspiele bieten hier einen anderen Zugang, der das Verständnis politischer Abläufe spürbar vertieft. Ein Beispiel aus der Praxis im GESW ist das Planspiel zur Bundestagswahl, das neben weiteren europäischen Planspielen durchgeführt wird. Dabei erleben die Teilnehmenden nicht nur den Wahlkampf, sondern auch die Bildung einer Regierungskoalition zwischen den verschiedenen Parteien. Gleichzeitig ist die Opposition gefordert, ihre Kontrollfunktion aktiv auszuüben, wodurch politische Dynamiken direkt erfahrbar werden.

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