Politische Bildung zwischen Ohnmacht und Selbstwirksamkeit: Jugendliche in multiplen Krisen

Laureen Hannig

Junge Menschen wachsen heute in einer Welt auf, die von globalen Krisen, bewaffneten Konflikten und massiven gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt ist. In diesem Kontext stellen sie sich zentrale Fragen: Welchen Einfluss habe ich als Einzelne*r, wenn große Politiker, Konzerne und Institutionen die Entscheidungen treffen? Wie kann ich den Klimawandel beeinflussen, wenn die Probleme auf globaler Ebene entstehen? Diese Fragen sind nicht nur theoretischer Natur – sie berühren die Wahrnehmung von politischer Partizipation und die eigene Selbstwirksamkeit. Politische Bildung steht hier vor einer doppelten Herausforderung: Sie soll informieren und Mut machen, gleichzeitig aber auch ernst nehmen, dass Jugendliche sich oft machtlos fühlen.

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Mitte-Studie 2025: Rechtsextremismus, Demokratie und die Verantwortung politischer Bildung

Laureen Hannig

Die neue Mitte-Studie der Universität Bielefeld und der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt ein vielschichtiges Bild: Drei Viertel der Menschen in Deutschland lehnen rechtsextreme Einstellungen ab. Gleichzeitig bleibt ein harter Kern von 3,3 % mit einem klar rechtsextremen Weltbild bestehen. Besonders relevant für die politische Bildungsarbeit ist jedoch der sogenannte Graubereich: Rund 20 % der Befragten äußern sich ambivalent gegenüber rechtsextremen Aussagen – sie lehnen sie nicht klar ab, sondern lassen Spielraum. Diese Offenheit für autoritäre und menschenfeindliche Orientierungen ist eine zentrale Herausforderung für die Demokratie – und für die Bildungsarbeit.

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