Religion im interkulturellen Lernen

von Mariella Gronenthal

Diese Woche sind Deutschlehrkräfte aus aller Welt im GESW zu Gast. Eine Teilnehmerin aus Tunesien erzählte mir am Montag, dass Sie am Sonntag in Vlotho im Gottesdienst gewesen sei. In Tunesien dürfe sie die Kirche nicht betreten. Hier habe sie Gottesdienst mitgefeiert, mitgesungen und mitgebetet. Es sei eine tolle Erfahrung gewesen. Interkulturelles Lernen ist eben auch interreligiöses Lernen.

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Literaturtipp: „Wie aus Fremden Freunde werden“

[mg] Deutsch-polnische Begegnungen sind seit langen Jahren ein fester Bestandteil der Arbeit im GESW. Zur Entwicklung dieser Formate hat maßgeblich Hubert Luszczynski beigetragen, der im GESW insbesondere im Rahmen von Multiplikator*innenfortbildungen häufig ein gern gesehener Gast gewesen ist. Er hat nun eine Anthologie vorgelegt, in der er seine Erkenntnisse und Erfahrungen im Bereich der deutsch-polnischen Bildungsangebote präsentiert.

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German-Tunisian Youth Exchange – a Tunisian Perspective

Youth exchanges are all about the experience and that’s what we exactly got: Two weeks of endless learning experiences with ATACJL and GESW in two beautiful different countries. The fun we had was beyond our expectations and the knowledge we’ve got after blending with our Germans friends is a treasure that we will always protect.

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Polen in Ostwestfalen

von Mariella Gronenthal

Die deutsch-polnischen Beziehungen liegen dem GESW seit jeher sehr am Herzen. In Vorstand und unter den Mitarbeitenden sind die persönlichen Beziehungen zum Nachbarland vielfältig. Wir freuen uns deswegen besonders, wenn deutsch-polnische Jugendgruppen bei uns zu Gast sind und wir beobachten können, wie sich junge Menschen aus beiden Ländern näher kommen.

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Eine Woche in Tunesien

Teilnehmende unseres deutsch-tunesischen Jugendaustausches berichten diese Woche von ihren Erfahrungen in Tunesien.

The week in Sousse has been an amazing experience for us. It was the first time for us, Karina, Oliver and Hannah, to experience Tunisian culture, climate, atmosphere, food, history and friendship.

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Wen wählen? Aufgeschnappt KW 35

[mg] „Nur der Wahlkampf ist langweiliger als Werder“, betitelt die Zeit ihren Bundesligarückblick am heutigen Montag. Das sagt wahrscheinlich mehr über Politik aus als über Fußball. Unbestritten rückt das Datum der Bundestagswahl näher, und es wird höchste Zeit, sich mit der Frage zu beschäftigen, wen man wählen wird. Wo es spannende Materialien zur Information und insbesondere auch zur Nutzung im Bereich der Jugendbildung gibt und was das Netz über die Wahlprogramme verschiedener Parteien sagt, haben wir im ersten #aufgeschnappt nach der Sommerpause zusammengetragen.

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Eindrücke aus Polen

von Dr. Zbigniew Wilkiewicz

Während einer sehr informativen 14-tägigen Studienreise nach Lodz, Lublin, Sandomierz, Zamosc, Kazimierz Dolny, Lemberg und Breslau, bei der ich Gelegenheit hatte, mich mit einigen guten Freunden unterschiedlicher politischer Lager intensiv auszutauschen, musste ich nicht wenig betroffen feststellen, dass die offizielle Berichterstattung über die skandalösen Vorkommnisse im polnischen Sejm, wo sich Jaroslaw Kaczynski wie ein Berseker aufführte, sehr zu wünschen übrig ließ.

Deutlich wurde überdies, dass zwischen Regierung und Opposition ein hasserfüllter Schlagabtausch herrscht, der durch einen äußerst brutalen, diffamierenden Sprachgebrauch systematisch verstärkt wird. So werden politische Gegner der PiS zu Feinden des Polentums und des Vaterlands hochstilisiert, und wer sich nicht Kaczynski und seinem totalen Machtanspruch unterordnet, ist ein „lewak“ (ein übler Linker) oder eben nur ein „Polskojezyczny“ (Polnischsprachiger), der auf der Gehaltsliste fremder Mächte steht – und damit kein „echter Pole“.

Im Osten Polens blieben die Proteste gegen den von der PiS vorbereiteten Gesetzesentwurf, der die Unabhängigkeit der polnischen Gerichte aufheben sollte, und gegen den der Präsident ein zweifaches Veto einlegte, allerdings bescheiden. Die meisten Leute gingen hier ihren Alltagsgeschäften nach. Außer den zehntausenden Protestierenden in den Metropolen des Landes schaut das Gros der Polen dem Treiben der PiS-Politiker offenbar nur zu und bleibt passiv. Noch immer wird die Gefahr, die von dem Schritt für Schritt betriebenen Demokratieabbau ausgeht, unterschätzt. Die Folgen für die Innen- und Außenpolitik des Landes und für sein internationales Prestige sind fatal. Angesichts der jüngsten Geschichte des Landes und der politischen und wirtschaftlichen Zukunftsperspektive, die die Einbettung in die EU immer noch bietet, ist diese destruktive, die Gesellschaft spaltende Politik einer machtbesessenen Clique unverantwortlicher Politiker selbst für einen „polnischsprachigen“ Insider nur schwer nachzuvollziehen.

Gut, dass die westliche Presse Alarm schlägt und die EU reagiert. Und gut, dass es jene polnischen Patrioten und Demokraten sowie eine weiterhin unabhängige Presse gibt, die diesen Machenschaften entschieden entgegentreten. Sie verdienen unsere uneingeschränkte Unterstützung.

Dr. Zbigniew Wilkiewicz ist Vorstandsvorsitzender des GESW.

Balkanideen

[mg] Während der Sommerpause kümmern wir uns am GESW um neue Seminarformate und Projekte für das nächste Jahr. Das betrifft alle inhaltlichen Schwerpunkte des Hauses. Ein größer angelegtes Format ist im Bereich der Internationalen Begegnungen angesiedelt: Wir machen Pläne für Begegnungen zwischen Deutschland und Bosnien und Herzegowina.

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Justizreform in Polen: Aufgeschnappt KW30

[mg] Die Eilmeldung des heutigen Montagmorgen kommt aus Polen: Andrzej Duda will zwei der drei umstrittenen Gesetze zur Justizreform nicht unterschreiben. Lediglich der Umgestaltung der Ordentlichen Gerichtsbarkeit will der Präsident stattgeben. Die Reform des Obersten Gerichtshof und des Landesrichterrats bedürfe dagegen noch einiger Veränderungen, so Duda. Er drückte jedoch die Hoffnung aus, innerhalb von zwei Monaten Kompromisse zu erzielen und die Reform des Justizwesens in verfassungskonforme Bahnen zu lenken, wie Medien übereinstimmend berichten.

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